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Pressebericht Odenwälder Zeitung (03/2021)

Förderung in Höhe von fast einer Million Euro für das innovative Projekt „PUDIS“ , an dem die KOMDRUCK AG mitwirkt

 

WNOZ BildEin Code für jedes einzelne Produkt

Fürth. Das Innovation nicht immer von den Riesen der Technologiebranchen ausgehen muss, stellt die die Fürther KOMDRUCK AG eindrucksvoll unter Beweis. Das mittelständische Unternehmen entwickelt zurzeit zusammen mit den Projektpartnern Formconsult Werkzeugbau und der Hochschule Schmalkalden in Thüringen ein spezielles Markierungs- und Decodierungsmodul für Kunststoffprodukte. Hinter der Abkürzung PUDIS versteckt sich der englische Projektname „Plastic packing Unique Device Identification System“. Dabei geht es um die eindeutige Rückverfolgbarkeit von Kunststoffprodukten oder Verpackungen.

Um ihre innovative Forschung auf diesem Gebiet zu unterstützen steuert der Bund jetzt 948 000 Euro bei. Den Förderbescheid übergab Dr. Michael Meister (CDU) am Mittwoch in seiner Eigenschaft als Parlamentarischer Staatssekretär des Bundeministeriums für Bildung und Forschung in den KOMDRUCK-Geschäftsräumen in Fürth. Die Gelder stammen aus dem Fördertopf „KMU-innovativ Produktionsforschung“, der das Ziel verfolgt, die Innovationskraft des Mittelstandes zu stärken.

Wissenschaft und Wirtschaft

„Gleichzeitig soll die Brücke geschlagen werden zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“, erklärte Dr. Meister. Er hofft, das am Ende des Förderzeitraums in zwei Jahren ein Produkt steht, dessen Entwicklung sich auszahlt. Er bescheinigte PUDIS ein großes Potenzial auf dem Internationalen Markt. Das sieht auch Stefan Schneider, Vorstandvorsitzender der KOMDRUCK so. „Forschungsgelder sind schön, aber wir wollen das, was wir jetzt entwickeln, später auch gewinnbringend nutzen“, so der Firmengründer.

Um das zu gewährleisten, hat sich KOMDRUCK Spezialisten ins Boot geholt, deren Know-how das eigene ergänzt. Online aus Thüringen zugeschaltet war Thomas Seul, Professor für die Fertigungstechnik und Werkzeugkonstruktion. Er erläuterte die Idee, die dem Projekt zugrunde liegt. Vereinfacht ausgedrückt, soll ein Kennzeichnungs- und Codierungssystem entwickelt werden, das eine eindeutige Rückverfolgung zulässt, zum Beispiel bei Medizinprodukten, aber auch für die Automobilindustrie sowie weitere Branchen der kunststoffverarbeitenden Industrie. Die lückenlose Rückverfolgbarkeit ist von hoher Bedeutung, insbesondere unter den Gesichtspunkten Plagiatschutz sowie Schadensersatzforderungen. Derzeit existiert jedoch kein wirtschaftliches Markierungssystem für Kunststofferzeugnisse, welches den gesamten Prozess von der codierten Markierung während des Spritzgießens bis hin zur Verifizierung der Kennzeichnung abdeckt. Ziel des Projektes PUDIS ist daher die Entwicklung eines Prozessmoduls für ein neuartiges Markierungs- und Demarkierungssystem, welches das Einbringen einer fälschungssicheren Codierung schon während des Spritzgießprozesses auf Kunststoffbauteilen gewährleistet. Diese System ermöglicht damit ein eindeutige Identifikation und Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen Produktes.

Prof. Seul ist sich sicher: „Wir schaffen damit schnellere, sichere und risikoärmere Produktionsprozesse. Eine Verwechslung kann nicht mehr stattfinden“. Die eindeutige Identifizierbarkeit schon im Herstellungsprozess stellte auch Seuls Kollege Professor Andreas Wenzel von der Fakultät Elektrotechnik an der Hochschule Schmalkalden heraus. Er sieht in der KOMDRUCK AG einen kompetenten Partner, um einen entsprechenden Demonstrator zu bauen, der dann von assoziierten Firmen erprobt und validiert werden soll.

Vor der Testphase

Stefan Schneider will nicht zu viel verraten, erklärt aber, man habe einen Weg gefunden, um die Idee zu realisieren. Schneider: „Jetzt stehen wir vor einer langen Testphase. Zwar sind die ersten Schritte gemacht, der Mount Everest türmt sich aber noch vor uns auf.

Als Technologieführer im Kreis Bergstraße bezeichnete Landrat Christian Engelhardts das Fürther Unternehmen. Und Bürgermeister Volker Oehlenschläger versprach, dass KOMDRUCK auch bei einer eventuellen Expansion weiterhin in Fürth eine gute Heimat haben wird. Oehlenschläger: „Wir werden das Machen möglich machen."